KRV

Geschichte

Seit dem Jahr 2004 darf österreichweit per Gesetz kein Restmüll mehr unbehandelt auf Deponien gelagert werden. Die Kärntner Landesregierung und der Kärntner Landtag haben daher einstimmig beschlossen, den Kärntner Hausmüll thermisch zu behandeln.


 


 


1994: Studie im Auftrag der Kärntner Landesregierung zur zukünftigen Restmüllbehandlung in Kärnten. Ergebnis dieser Studie war, dass die thermische Behandlung des Restmülls jene Technologie darstellt, die die ökologischen und abfallwirtschaftlichen Kriterien bestmöglich erfüllt.


1995/1996: Einstimmige Beschlüsse des Kärntner Landtages und der Kärntner Landesregierung, zukünftig den Kärntner Restmüll thermisch zu behandeln.


1996: Studie im Auftrag der Kärntner Landesregierung zur Festlegung geeigneter Standorte.


1997: Gründung der Kärntner Entsorgungsvermittlungs GmbH (KEV): Die KEV setzt sich aus den sechs Abfallwirtschaftsverbänden (AWV) Kärntens zusammen. Aufgabe der KEV war und ist es, die Ausschreibung und die Vergabe der thermischen Restmüllbehandlung des von den AWV gesammelten Restmülls durchzuführen. Die Form der eigenen Gesellschaft ermöglichte eine effiziente Abwicklung der notwendigen Umsetzungsschritte.


1997: Gründung der Kärntner Restmüllverwertungs GmbH.


1997/1998: EU-weite Ausschreibung der Dienstleistung „Thermische Restmüllbehandlung" durch die KEV und Vergabe an den Bestbieter KRV.


1999: Volksbefragung in Arnoldstein, über 58 % der Bevölkerung sprechen sich für die Errichtung der Thermischen Behandlungsanlage aus.


2000: Arbeiten für die Erstellung der Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) und die technische Einreichplanung.


Jänner 2001: Einreichung der Genehmigungsunterlagen bei der Behörde und Beginn des UVP-Verfahrens.


Oktober 2001: Positiver UVP-Bescheid der 1. Instanz.


Dezember 2001 bis März 2002: Verfahren in der 2. Instanz (Umweltsenat).


21. März 2002: Verhandlung beim Umweltsenat und positiver Bescheid der 2. Instanz.


3. Juli 2002: Beginn der Bauarbeiten für die Errichtung der Anlage.


3. Mai 2004: Übernahme der ersten Fuhre Restmüll.


27. Mai 2004: Erstes Müllfeuer brennt.


25. September 2004: Offizielle Eröffnung der Anlage.


 



Die Umsetzung des Projektes dauerte gesamt rund 10,5 Jahre

Standort-Studie 1994 bis Volksbefragung 1999: 5 Jahre, ca. 1.800 Tage

Vorplanungen, UVE-Erstellung und UVP-Verfahren (02/99 bis 03/02) 3 Jahre, ca. 1.100 Tage

Bau der Anlage ca. 28 Monate, 840 Tage

Gesamt ca. 10,5 Jahre, ca. 3.740 Tage

Das Gesamtinvestitionsvolumen betrug 75 Millionen Euro.

 

Erweiterung der Kapazität auf 96.000 Tonnen:

Der mehrjährige erfolgreiche Betrieb zeigte, dass durch Optimierungsarbeiten in der Anlage vorhandene Reserven genutzt werden können. Durch Erhöhung der Verbrennungsleistung und Verkürzung der Stillstandszeiten können nun bis zu 96.000 t pro Jahr behandelt werden. Zur optimalen Energienutzung wurde eine zusätzliche Dampfturbine installiert.



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